Rheumatismus

Obwohl jeder zu wissen glaubt, was Rheuma ist, lässt es sicher schwer in einem Satz erklären.
Die "Krankheit Rheuma" gibt es nicht. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten.
Rheuma ist ein altgriechisches Wort und bedeutet Fluss. Hippokrates verwendet den Begriff etwa 400 v. Chr., um schmerzhafte und funktionseinschränkende Vorgänge des Bewegungsapparates zu kennzeichnen. Der "fliessende Schmerz" galt als Wesensmerkmal rheumatischer Schmerzzustände, die Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder und Knochen erfassen. Diese Definition gilt auch heute noch. 1980 entschloss sich der internationale Rheumakongress in Montreux, auch die "Krankheit der Könige", die Gicht - durch Stoffwechselstörungen verursachte Gelenkbeschwerden - zu den rheumatischen Krankheiten zu zählen.

Gewöhnlich werden dem Begriff Rheuma folgende Krankheitsbilder zu gerechnet:

 

  Akupunkt

• Entzündliche rheumatische Erscheinungen wie akuter Gelenkrheumatismus, Arthritis, die Bechterewsche Krankheit sowie die selteneren Kollagenosen.

• Die degenerativen Erkrankungen, zumeist sehr schmerzhafte "Abnutzungserscheinungen" oder Arthrosen an den Gelenken bzw. an der Wirbelsäule.

• Der Weichteilrheumatismus. Entzündungen der Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiben oder Nerven

• Sonderformen des rheumatischen Formenkreises sind die Gicht und Knochenkrankheiten.

Rheumatismus ist eine Allgemeinerkrankung und kein Altersleiden!
Selbt wenn der Schmerz und die Behinderung nur an einer Körperstelle auftreten - immer ist der gesamte Organismus am Krankheitsgeschehen beteiligt.